Ich sag es gleich am Anfang.
Der Aufwand für diese Suppe lohnt sich. Man wird belohnt mit einem leckeren Begleiter für die kalte Jahreszeit.
Die Suppe ist benannt nach dem gleichnamigen japanischen Film Tampopo. Wer keine Lust hat den gesamten Artikel zu lesen kann sich gerne das Youtube Video hier anschauen. Kurz gesagt geht es in diesem Film um DIE perfekte Nudelsuppe. Die zahlreichen Nebenhandlungen sind etwas zusammenhanglos und bizarr. Haben aber entweder was mit Essen oder dem Liebesspiel zu tun. Man sollte sich diesen Film auf jedem Fall mal anschauen. Aber Vorsicht: Ihr solltet die Suppe vorher gekocht haben. Beim Film selbst bekommt man richtigen Heißhunger. An dieser Stelle ein Dankeschön an Walter der diese Prozedur (Suppe und Film) mit uns zelebriert hat.
Alle Zutaten die ich so im Supermarkt nicht kriegen konnte, habe ich in dem Asialaden am Kesselbrink in Bielefeld besorgt. Im Nachhinein muss ich sagen, dass sich der Gang auf jeden Fall gelohnt hat. Man bekommt eine Beratung, welche Nudeln sich am besten für die Suppe eignen, welche die beste Miso Paste ist,… Oder ihr schaut einfach mal bei mir vorbei und holt euch die Zutaten bei mir ab.
An dieser Stelle kommt einfach mal ein Link zu dem Rezept. Urherber ist esse est percipi.
Ich habe mich größtenteils an das Rezept gehalten. Lediglich bei der Suppenwürze habe ich etwas mehr Sojasauce und ein kleines bisschen Wasser zum strecken verwendet. Den Schweinebraten habe ich auch selber gemacht. Da dieser nicht im Rezept beschrieben wird hier meine asiatische Variante:
- 1 kg Schweinerücken am Stück
- 1 daumengroßes Stück Ingwer
- 2 Zehen Knoblauch
- 1 EL Miso Paste
- 6 EL Sojasauce
- 3 EL Sweet-Chili Sauce
- 1 EL Sesamöl
- Ingwer und Knoblauch schälen und fein hack en bzw. reiben.
- Alle Zutaten bis auf den Schweinerücken zu einer Mariande verarbeiten.
- Das Fleisch in eine Schüssel geben, mit der Marinade einreiben und für min. 3 Stunden in den Kühlschrank.
- Backofen auf 80°C vorheizen.
- In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und den Braten von allen Seiten scharf anbraten.
- Danach das Fleisch bei 80°C für 2 1/2 – 3 Stunden in den Ofen. Dann ist er schön saftig.
Meine Mutter mag es mir verzeihen aber das ist die beste Nudelsuppe die ich bisher gegessen habe.
Viel Spaß beim Nachkochen.



4 comments
Djar says:
Nov 10, 2011
Beim ersten Lesen habe ich “Tampon” gelesen und war leicht irritiert
Walter Wolf says:
Nov 10, 2011
Ich würde heute einiges für so eine gute Suppe geben. Ich muss mich aber mit geschmierten Stullen über den Tag retten
Georg Hermann says:
Nov 10, 2011
@Walter auch die gute alte Stulle hat ihre Daseinsberechtigung. Aber gegen so eine heiße Suppe die einen aufwärmt hätte ich auch nichts. Im Herbst/Winter wird es die bestimmt noch einige Male geben.
Sandra Schneikart says:
Dez 2, 2011
werde ich auf jeden Fall ausprobieren
)